Tim 27 Glücksspielsüchtig

Ich bin Tim, 27 Jahre alt komme aus Berlin, Einzelkind und gelernter Einzelkaufmann. Ich leide seit 2006 an pathologischer Glücksspielsucht. Meine Sucht hat mich in den Wahnsinn, finanziellen Ruin, völlige Isolierung, Depression und fast zum Selbstmord 2009 geführt.

Erst als ich meine Wohnung durch Zwangsräumung aufgeben mußte, wurde mir bewußt : Ich brauche Hilfe! Im Mai 2009 zog ich ins Christliche Sozialwerk ICHTHYS - meine "Lebensrettung"

Ich bin als Einzelkind in einer christlich aufgezwungenen Großfamilie aufgewachsen. Mein Vater ist Alkoholiker und meine mutter versuchte es allen recht zu machen.

 Statt "Vaterliebe" bekam ich teure Dinge und nutzte diesen Ersatz schamlos aus,

da ich als Kind oft unter seiner Alkoholsucht leiden musste. Meine Mutter war überfürsorglich und ich bekam alles und vor allem viel "Mutterliebe" !

Ich verbrachte viel Zeit bei meinen Tanten und ihren Kindern und jede hatte ihre eigene Ansicht von Erziehung. Meine Großeltern erzogen ihre Kinder sehr streng in allen Bereichen des Lebens und ganz besonders im "Christentum" - so zog sich jeder das raus was er/sie für richtig hielt(en)!

Mit 16 verlor ich meinen Onkel, der vom "Glaube" so hin und her gerissen war, das er sich mit 30 Jahren selbst das Leben nahm. Ich verstand die Welt nicht mehr und ich entwickelte mich zu einemverwöhnten, unselbstständigen, unsicheren, eher ruhigen Typen mit einem großen "Glaubenszweifel" Ich zog mit 21 Jahren auf anraten einiger "Freunde" Hals über Kopf zu meiner bis dahin "lieblings Cousine mit Mann und Kind" und suchte kurze Zeit später meineerste eigene Wohnung in Berlin.

Noch in meiner Probezeit verlor ich meinen Job und meine Cousine brach den Kontakt schmerzlicherweise und unerwartet wegen "Glaubensgründen ab. Ich fühlte mich plötzlich alleine, arm einfach unglücklich.

Ich suchte eine möglichkeit mich von meinen Gefühlen und Frust abzulenken und meine fast leere Haushaltskasse legal aufzufüllen.

Ich wollte niemanden um Hilfe bitten und beschloss in ein Spielcasino zu gehen- "Jackpot" ich gewann und konnte mich zunächst über Wasser halten. Das Arbeitsamt reizte die Bearbeitungszeit für meinen antrag voll aus, darauf nahm ich mein glück erneut wieder in die eigene Hand, so entwickelte sich meine Glücksspielsucht ins unermessliche.

ICHTHYS bot mir einen Rückzugsort an, wo ich meine Kräfte, Gedanken, Lebensmut schrittweise zurück gewann, Durch zwei Therapien und vielen Gesprächen ist es mir heute möglich meine Krankheit zu akzeptieren und auch in schwierigen Lebenslagen meine Sucht zu umgehen und andere alternativen für Probleme zu nutzen. Ich lerne auch wieder mit Bargeld umzugehen und kann wenn alles gut läuft durch meine Insolvenzeröffnung in einigen Jahren ein völlig neues , schuldenfreies Leben beginnen.

In den letzten Jahren, habe ich Christen kennen gelernt die nicht dem Bild entsprechen, wie es mir als Kind vermittelt wurde. Ich habe Toleranz und Akzeptanz erlebt und habe das Gefühl das ich mich eines Tages auch wieder dem Glauben öffnen kann.

Tim

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Pathologisches Glücksspiel

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