Sommerfest 2019

15.06.19 Mahlow

Ansprache zum 27. Sommerfest bei ICHTHYS am 15.6.2019

Liebe Besucher, Freunde und Bewohner von ICHTHYS,

auch in diesem Jahr freue ich mich, Sie und Euch wieder begrüßen zu dürfen. Es ist inzwischen das 27. Sommerfest, dass wir feiern können und wir sind stolz auf diese Tradition, uns zu zeigen mit dem, wie wir sind, wie wir hier gemeinsam leben, was wir gestalten und wie wir andere willkommen heißen.

Niemand muss sich verstecken, auch nicht, wenn er eine Suchtkrankheit hat oder anderweitig gestrauchelt ist. Hier zu sein bedeutet, die Aufgabe angenommen zu haben, die das Leben einem aufgetragen hat. Diese Annahme ist der notwendige Schritt, die Verantwortung für das eigene und das Leben anderer zu übernehmen. Was dann möglich ist, erscheint manchmal unerreichbar, gar unvorstellbar. Sich jedoch eine Vorstellung zu machen von dem, was man sich wünscht, zu träumen, was tief verborgen in einem Menschen steckt, setzt unglaubliche Energien frei.

Ichthys begann mit eben solch einem Schritt der Verantwortungsübernahme und mit einer Vision, ein Haus für Suchtkranke, in dem man gemeinsam lebt. Diese Vision hat in den letzten 27 Jahren Gestalt angenommen. Aus einem Haus wurden zwei und heute feiern wir nicht nur ein einfaches Sommerfest, sondern die offizielle Eröffnung unserer Freizeit- und Begegnungsstätte, die nach einem Gebäudebrand im November 2016 jetzt entstehen konnte. Besonders möchte ich mich an dieser Stelle für die großzügige Unterstützung durch die Aktion Mensch bedanken, durch die der Wiederaufbau überhaupt möglich wurde. Auch der Mittelbrandenburgischen Sparkasse möchte ich für die Finanzierung der neuen Sportgeräte u.a. danken. Viele Einzelspenden sicherten die Mehrkosten die für Stühle, Fenster, sanitäre Anlagen und weitere Baumassnahmen anfielen.                       Als Ort der Begegnung können hier zukünftig Suchtkranke oder Gefährdete sowie Menschen in besonderen Lebenslagen ihre Freizeit bei sportlicher Betätigung im neuen Sportraum verbringen oder in Gruppenveranstaltungen sich austauschen, kennenlernen, gemeinsam feiern und anderen begegnen. Endlich ein Raum, in dem genügend Platz ist für alle, die hier leben. Kein Pfeiler, der den Blick zum anderen versperrt und die Möglichkeit auch ohne schnell für die nächste Mahlzeit umzuräumen zu müssen, eine längere Veranstaltung durchführen zu können. Der barrierefreie Zugang und das behinderten gerechte WC ermöglichen zusätzlich die bessere Einbindung von Menschen mit Behinderungen.

Alles ist jedoch noch nicht fertig. Der Vorplatz muss noch gestaltet werden. Hierfür müssen Betonplatten beseitigt werden, das Gefälle des Untergrundes korrigiert werden und Pflasterarbeiten durchgeführt werden.

Seit vielen Jahren trage ich als Vision eine schöne Grünanlage auf dem ICHTHYS Gelände in mir.  Dort, wo jetzt Betonplatten liegen gepflegte Grünflächen mit Schatten spendenden Bäumen und Blumenrabatten. Hier und da eine Sitzgruppe, vielleicht in der Arbeitstherapie gefertigte Skulpturen und nett angelegte Wege, die auch für Rollstuhl und Rollator bewältigbar sind.                                                      Mit der neuen Begegnungsstätte und der Notwendigkeit, den Vorplatz zu gestalten, um Regenwasserschäden durch ein ungünstiges Gefälle zu vermeiden, beginnt dieser Traum an Realität zu gewinnen.  Um dieser Vorstellung Ausdruck zu verleihen hat mein Mann Damian Nowak eine mögliche Vorstellung  auf Leinwand gebracht. Das Bild ist neben anderen Bildern in der Begegnungsstätte beim Buffet zu betrachten.

Was noch möglich sein wird, wie Begegnung ausgestaltet wird und Menschen verändert, werden wir sehen.  Besonders möchten wir zu einer offenen Veranstaltung am 11.8.2019 einladen.

Wie Menschen sich verändert haben und  ihrer Verantwortung nachgekommen sind, freue ich mich besonders heute von einigen unserer Bewohner oder (ehemaligen) Klienten zu hören, die sich mutig bereit erklärt haben, davon Zeugnis zu geben. Vielen Dank dafür.

Dass wir heute hier beisammen sein können ist dem Einsatz vieler Bewohner, Mitarbeiter und Freiwilliger zu verdanken, die sich mit ihren Fähigkeiten dafür eingesetzt  haben, dass es so schön werden konnte, wie es schon ist. Auch dem Verein der Freiwilligen Feuerwehr möchten wir heute danken für die Unterstützung mit ihrer Hüpfburg und Kinderbetreuung sowie dem Autoshop Marquard und unserem Mitarbeiter Frank Rudersdorf für  die Bereitstellung ihrer Trabbis  für mögliche Rundfahrten.

Nicht zuletzt ist es Gottes Gnade zu verdanken, dass ER uns über diese vergangenen 27 Jahre getragen und zum Segen für andere hat sein lassen.

In diesem Sinne wünsche ich allen Anwesenden einen wunderbaren Nachmittag bei ICHTHYS und Gottes Segen.

Katrin Nowak-Dennewill

Katrin Nowak-Dennewill

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